Die Idee steht, die ersten Kunden sind in Sicht – und dann kommt die Frage: Als was gründe ich eigentlich? Die Rechtsform entscheidet darüber, wer haftet, wie viel Geld am Anfang nötig ist und wie viel Papierkram auf dich zukommt. Die gute Nachricht: Für die meisten Gründungen kommen nur wenige Formen ernsthaft infrage. Und die Entscheidung ist nicht für immer – viele wechseln später.

Wichtig vorab: Dieser Artikel ist ein Überblick, keine Rechts- oder Steuerberatung. Gerade bei Steuern, Verträgen und besonderen Berufen lohnt sich ein Gespräch mit einer Steuerberaterin oder einem Anwalt.

Die vier häufigsten Rechtsformen

Einzelunternehmen GbR UG (haftungsbeschränkt) GmbH
Wer gründet? eine Person mindestens zwei eine oder mehrere eine oder mehrere
Haftung mit dem Privatvermögen alle Gesellschafter persönlich auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt
Mindestkapital keins keins ab 1 Euro 25.000 Euro Stammkapital
Notar und Handelsregister in der Regel nicht in der Regel nicht ja ja
Aufwand gering gering mittel mittel

Einzelunternehmen

Die einfachste Form für alle, die allein starten. Gewerbetreibende melden ein Gewerbe an, Freiberuflerinnen und Freiberufler melden sich beim Finanzamt. Ein Startkapital ist nicht vorgeschrieben. Der Haken: Du haftest für alle Schulden des Unternehmens mit deinem Privatvermögen.

GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Sobald zwei oder mehr Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgen, entsteht schnell eine GbR – manchmal sogar, ohne dass es jemand so nennt. Sie ist unkompliziert, aber alle Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt, auch für Entscheidungen der anderen. Ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag ist deshalb sehr zu empfehlen. Seit 2024 kann sich eine GbR in ein Gesellschaftsregister eintragen lassen; für manche Geschäfte, etwa mit Immobilien, ist das inzwischen nötig.

UG (haftungsbeschränkt)

Die „kleine GmbH“: Die Haftung ist auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt, gegründet werden kann aber schon mit einem Euro Stammkapital. Dafür muss die UG ein Viertel ihres Jahresüberschusses zurücklegen, bis das Stammkapital einer GmbH erreicht ist – dann kann sie zur GmbH werden. Zur Gründung braucht es einen Notar und die Eintragung ins Handelsregister. Ein sehr niedriges Stammkapital kann bei Banken und Geschäftspartnern allerdings Fragen aufwerfen.

GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die klassische Form für Unternehmen, die wachsen sollen oder mehrere Gesellschafter haben. Das Stammkapital beträgt mindestens 25.000 Euro, bei einer Bargründung muss davon mindestens die Hälfte bei der Anmeldung eingezahlt sein. Auch hier sind Notar und Handelsregister Pflicht, dazu kommen Buchführung und Jahresabschluss. Dafür wirkt die GmbH bei Banken, Investoren und Kunden besonders etabliert.

Ein erster Wegweiser

Skizze: Wer die Haftung nicht beschränken will, wählt allein das Einzelunternehmen, zu mehreren die GbR. Wer sie beschränken will, wählt mit wenig Kapital die UG, mit 25.000 Euro die GmbH.

Skizze: KI-generiert (Claude)

Fünf Fragen, bevor du dich entscheidest

  1. Wie viel Risiko steckt im Vorhaben? Wer Waren einkauft, Personal einstellt oder große Aufträge annimmt, sollte über eine beschränkte Haftung nachdenken.
  2. Gründest du allein oder mit anderen? Und wie regelt ihr, wer was entscheidet und was passiert, wenn jemand aussteigt?
  3. Wie viel Geld steht am Anfang zur Verfügung?
  4. Wie wichtig ist der äußere Eindruck? Bei manchen Kunden und Banken öffnet eine GmbH leichter Türen.
  5. Was hast du vor? Wer Investoren an Bord holen möchte, braucht eine Form, in der sich Anteile übertragen lassen.

Für bestimmte freie Berufe gibt es außerdem eigene Formen wie die Partnerschaftsgesellschaft. Und wer erst einmal vorsichtig ausprobieren möchte, kann oft auch klein und nebenberuflich starten.

Wie wir dabei helfen

Behörden, Formulare und Rechtsformen gehören zu den Anfangsproblemen, an denen gute Ideen hängen bleiben. Wir helfen dir, den Überblick zu behalten, die richtigen Fragen zu stellen und die passenden Fachleute zu finden – damit du dich auf deine Idee konzentrieren kannst.

Du stehst gerade vor dieser Entscheidung? Erzähl uns davon – die erste Kontaktaufnahme kostet nichts.


Hinweis zu den Bildern: Die Skizze in diesem Artikel wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (Claude) erstellt. Stand der Angaben: Oktober 2026.