In fast jedem Unternehmen gibt es Menschen, die genau wissen, was besser laufen könnte. Sie sehen die umständlichen Abläufe, die verschenkten Chancen, die Idee, die nie jemand ausprobiert hat. Was ihnen fehlt, ist selten der Wille – sondern Zeit. Ein Project Day gibt ihnen genau die.

Was ist ein Project Day?

Ein Project Day ist ein fester, wiederkehrender Tag, an dem Mitarbeitende an eigenen Ideen arbeiten dürfen – zum Beispiel einmal im Monat oder alle zwei Wochen. Was sie verfolgen, entscheiden sie selbst: einen Ablauf verbessern, ein Werkzeug bauen, ein neues Angebot ausprobieren. Am Ende zeigen sie kurz, was entstanden ist.

Skizze: Eine Arbeitswoche mit vier Tagen Tagesgeschäft und einem goldenen Project Day am Freitag.

Skizze: KI-generiert (Claude)

Woher die Idee kommt

Die Idee ist alt. Beim Industrieunternehmen 3M dürfen Mitarbeitende seit Jahrzehnten einen Teil ihrer Zeit für eigene Projekte nutzen; die berühmten Post-it-Zettel werden oft als Beispiel dafür genannt. Google machte das Prinzip später als „20-Prozent-Zeit“ bekannt. Der Softwarehersteller Atlassian veranstaltet sogenannte ShipIt Days: Teams haben 24 Stunden Zeit, um etwas Vorzeigbares zu bauen.

Die Formen unterscheiden sich, der Kern ist gleich: Vertrauen statt Anweisung – und ein fester Rahmen, damit aus „irgendwann mal“ ein „heute“ wird.

Ein Beispiel aus unserer Praxis

Bei einem Unternehmen, das wir begleiten, haben wir einen regelmäßigen Project Day angeregt. Die Mitarbeitenden konnten ihre Ideen eigenverantwortlich weiterentwickeln – und haben dabei eine Initiative, die bis dahin eher schwach lief, deutlich verbessert.

Das Spannende daran: Die Wirkung kam nicht durch Steuerung von außen. Sie entstand durch einen Anstoß und durch das, was die Beteiligten daraus gemacht haben. Ein Nudge im besten Sinne.

So gelingt ein Project Day

  • Fester Rhythmus: Ein Termin, der im Kalender steht, wird ernster genommen als „wenn mal Luft ist“.
  • Wirklich frei: Keine Meetings, kein Tagesgeschäft „nur kurz zwischendurch“.
  • Freiwillig: Wer lieber am Tagesgeschäft arbeitet, darf das. Druck verdirbt die Idee.
  • Wenige Regeln: Zum Beispiel: Die Idee soll etwas mit dem Unternehmen zu tun haben – und am Ende wird kurz gezeigt, was entstanden ist.
  • Zeigen statt Präsentieren: Fünf Minuten pro Idee genügen. Ein unfertiger Prototyp sagt mehr als zwanzig Folien.
  • Scheitern ist erlaubt: Wer etwas ausprobiert und merkt, dass es nicht funktioniert, hat trotzdem etwas gelernt.

Woran es oft hakt

  • Er wird als Erstes gestrichen. Sobald es stressig wird, fällt der Project Day aus – und mit ihm das Vertrauen, dass er ernst gemeint ist.
  • Pflichtaufgaben im Kostüm: Wenn die Führung vorgibt, woran „frei“ gearbeitet werden soll, ist es kein Project Day mehr.
  • Keine Folgen: Gute Ergebnisse brauchen einen Weg in den Alltag. Sonst verpufft die Energie.

Wie wir dabei helfen

Wir helfen Unternehmen, einen Project Day einzuführen, der zu ihnen passt: Rahmen und Rhythmus festlegen, die ersten Runden begleiten und gute Ergebnisse in den Alltag bringen. Sprich uns an – die erste Kontaktaufnahme kostet nichts.


Hinweis zu den Bildern: Die Skizze in diesem Artikel wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz (Claude) erstellt.